Faktencheck zum Thema Gin & ein großes Dankeschön!

Geposted von Fabienne Bürkin am

Hätte uns vor ein paar Monaten jemand gesagt, dass wir eine Crowdfunding Kampagne starten, bei der wir nach knapp einer Woche bereits die 1.000 Euro Marke knacken - wir hätten es wahrscheinlich nicht geglaubt. Wir können unser Glück noch kaum fassen und wollen einfach nur DANKE sagen - an unsere tolle Community, die mit uns durch dick und dünn geht und so fantastisch unterstützt. Ihr seid klasse!!

Falls ihr noch nicht reingeschaut habt: Ihr habt noch knapp vier Wochen Zeit, um unsere Crowdfunding Kampagne zu unterstützen. Jeder Euro zählt und bringt uns unserem Ziel näher. 

Solche Anlässe sollten gebührend gefeiert werden. Für uns natürlich eine der wichtigsten Fragen dabei: Mit welchem Drink stoßen wir am besten an? Ist doch irgendwie paradox, dass gerade uns so eine Entscheidung vor eine schier unlösbare Aufgabe stellt. Denn wir haben ja so viel Auswahl, dass die einzig richtige Antwort auf diese Frage nur lauten kann: In welcher Reihenfolge? 

Um es nicht weiter unnötig spannend zu machen: Wir haben uns für einen Drink mit Klasse entschieden: Einen erfrischenden Gin Tonic auf Eis. 

Findet ihr langweilig? Ja, es hätte ausgefallenere Alternativen gegeben. Aber es gibt gute Gründe, auch mal zum Klassiker zu greifen und obendrauf viel Wissenswertes zu sagen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Gin eine der ältesten Spirituosen der Welt ist? Gönnt euch also mal unsere Fakten, während ihr eure liebste Gin Tonic Variante schlürft. Cheers!

Was ist drin?

Gin ist ein Getreide-Destillat mit einem namensgebenden Hauptbestandteil: Wacholder. Gin ist nämlich eine Abwandlung des Begriffs „Genever“, das sich von Juniperus ableitet, dem lateinischen Namen für die Wacholderbeere.

Viele Gin Kreatoren unterstützen die Wacholderbeere unter anderem mit Koriandersamen, Engelwurz oder getrockneten Zitronen- und Orangenschalen. Diese aromagebenden Pflanzenstoffe bezeichnet man als Botanicals. Weltweit werden über 100 verschiedene Botanicals wie Blüten, Beeren, Fruchtschalen, Wurzeln, Rinden und Gewürze zum Destillat hinzugefügt, um eine einzigartige Note zu erzeugen. Diese unüberschaubare Vielfalt an Kombinationen macht Gin gerade so spannend! 

Wie viele Gin Arten gibt es?

Bei Gin hat jeder seine eigenen Vorlieben. Deshalb ist die Auswahl an Gin Kreationen mittlerweile unüberschaubar, jede Sorte ist individuell von süß über kräuterig bis zitronig oder holzig. Die offiziellen Gin-Sorten sind Dry Gin, London Dry Gin, Destilled Gin und Sloe Gin.

Das Besondere am Gin ist ja, dass er fast ausschließlich als Mischgetränk konsumiert wird, doch seinen dominanten Geschmack dabei behält. Viele andere Spirituosen passen sich geschmacklich ja eher an das Mischgetränk an. Deshalb findet sich wohl keine andere Spirituose der Welt so häufig wie er als Hauptbestandteil in zahlreichen Cocktails wieder: Negroni, Gin Fizz, Martinez, Tom Collins, White Lady, um nur einige zu nennen…

Gin Tonic gegen Mücken?

Gin als Spirituose wurde bereits im 15. Jahrhundert entdeckt und stammt ursprünglich aus den Niederlanden und Belgien. Eine Anekdote zu Gin Tonic, die gerne erzählt wird und daher gemeinhin bekannt ist: Das heutige Trendgetränk fand wohl erstmals in den alten englischen Kolonien Verwendung. Das Chinin im Tonic diente als natürlicher Mückenschutz und war lange Zeit das einzige Mittel zur Bekämpfung von Malaria. Da Chinin allerdings sehr bitter ist, fingen die Kolonialherren an es zu mischen – so fand der Tonic zum Gin. 

Was ist London Dry Gin und welche Regionen sind für Gin bekannt?

London Dry Gin ist wie oft fälschlicherweise angenommen keine Herkunftsbezeichnung, sondern eine Art „Reinheitsgebot“ mit bestimmten Regeln für Destillation und Zutaten. Laut EU-Verordnung muss Gin, wenn er sich London (Dry) Gin nennen will, mindestens 37,5 Prozent Alkohol enthalten und darf nur aus natürlichen und naturidentischen Aromastoffen bestehen.

Obwohl Gin weltweit hergestellt wird, bringt man ihn oft mit England in Verbindung. Kein Wunder, denn nicht nur die Queen Mum machte den Gin Tonic als Lieblingsgetränk bei den Inselbewohner:innen beliebt. Der englische Gin ist stark wacholderlastig und enthält klassischerweise nicht so viele Botanicals wie Gin aus anderen Regionen. Inzwischen hat sich auch Baden zum Geheimtipp gemausert, wenn es um besonders feinen Gin geht. Die Botanicals werden raffiniert aber oft dezenter eingesetzt - wer noch nie Gin aus Baden probiert hat, unbedingt mal in unserem Gin Sortiment schauen und nachholen!  

Gin oder Dry Gin? 

Die zusätzliche Bezeichnung „Dry“ bezieht sich beim Gin darauf, ob er „trocken“, also ohne Zusätze, oder gesüßt ist. Seit 2014 gibt es ein Gesetz der EU-Spirituosenverordnung, das besagt dass „Dry“ Gins maximal 0,1 Gramm Zucker auf einen Liter Distillat haben dürfen. Auch bei den Gin in unserem Sortiment gibt es da unterschiede, die man im direkten Vergleich deutlich schmeckt - am besten probiert ihr euch aber selber mal durch.

Probiert es mal und und schreibt uns in die Kommentare wie ihr euren Gin am liebsten mögt! 


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